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Gut und/oder Böse

Gerade habe ich mal versucht (oberflächlich) wenigstens unseren Eingangsbereich unserer Wohnung so zu reinigen und sortieren, daß niemand, der reinkommt, meint er wäre auf einem Schrottplatz gelandet.

Solche Anwandlungen zu handeln kommen mir nicht allzu oft. Und wenn, dann regt das Schaffen meine Gedanken an zum Gedankensport.
Schon eine längere Zeit kaue ich an einem Satz herum: "Das Böse muß dem Guten dienen". Dieser Satz war am Anfang als er mich erreichte, mit der Aussage verbunden, daß Gott das Gute wie das Böse erschaffen hat - es gehört zusammen.
 

Ich weiß, daß diese Aussage nun total gegen den christlichen Glauben spricht. Aber ich habe es zugelassen, von diesem Gesichtspunkt her so manches unverständliche der christlichen Botschaft zu beleuchten. Für mich ist es erstaunlich, wie manches in ein völlig neues Licht gesetzt wird.
Heute morgen habe ich noch  mit der Kirchenpflegerin darüber ausgetauscht, wie unterschiedlich die Menschen den Glauben an Gott erleben - genauso unterschiedlich, wie die Menschen das Leben an sich erleben. Sie sagte dazu, daß sie an der Berichterstattung über Stuttgart 21 die unterschiedlichste Berichterstattung erlebt hat. Diese klingen zum Teil völlig gegensätzlich, und werden doch von allen Berichterstattern als "Wahrheit" empfunden.

Als ich dann heute noch über die Diagnose "Borderliner" nachdachte, die in meiner näheren Vergangenheit immer mal ein Thema war, kam mir der Gedanke, daß der christliche Glaube eigentlich diese Krankheit fördert. Denn das Merkmal des Borderliners ist, daß er nur das Böse und das Gute getrennt sieht - immer in dem Verhältnis, daß das Eine das Andere bekämpft.
 

Ich habe schon länger entdeckt, daß biblische Berichte unter dem Aspekt, daß das Gute und auch das Böse zusammengehört, auch passt. Manches wird dadurch sogar erklärlich, was sonst gegensätzlich erscheint. Angefangen vom Garten Eden...
Die ersten Menschen haben nicht etwas entdeckt, was sie vorher nicht kannten, sondern sie haben etwas, was zusammengehört, getrennt und bewertet. So auch die Aufforderung von Gott, die Frucht nicht zu essen. Sie haben diese Aufforderung angezweifelt, und damit das vermeintliche Verbot Gottes in die Rubrik: "Böse" geschoben. Ab sofort hat sich ihre Welt in Gut und Böse unterteilt - und damit war praktisch der Kampf gegen sich selbst eröffnet.

Auch die Geschichte Hiobs sagt das praktisch aus: "Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen..."
Jesus hat das Böse mit dem Guten überwunden und die Trennung aufgehoben ...
Was Gott erschaffen hat, war alles "sehr gut" ...
Es passt eigentlich. Und von diesem Gesichtspunkt möchte ich jetzt mal ganz neu die Bibel lesen.
 
Viele Christen werden jetzt sagen, daß damit der Opfertod Jesus entwertet würde. Ist aber nicht so. Denn Jesus hat verbunden, was der Mensch, der sich für "ohne Gott" entschieden hat, indem er die Trennung zwischen Gut und Böse unschädlich gemacht hat.
Die frohe Botschaft, die ich verkündige, lautet: Du mußt dein Leben nicht alleine leben. Zu deinem Leben gehört Gott, der Schöpfer. Und dieser möchte die Welt der Trennung aufheben, um die Verbindung zu seinen Geschöpfen wieder herstellen. Damit wir leben können, in dem Bewußtsein, daß Gott alles "gut" gemacht hat, und selbst das Leid zum Guten dient.
 

Der Vers: Wir wissen, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, bekommt auch eine neue Bedeutung. Und ich muß nicht mehr trauern und über die Gründe der vermeintlichen Bestrafung nachdenken, weil das, was wir Menschen als Böse einstufen, eine Hinführung zum  Guten ist. So kann ich auch im Leiden manchen Lichtstrahl wahrnehmen, weil auch das Licht nur im Dunkel wirklich wahrnehmbar ist. Wenn ich leide, dann darf ich "loslassen", was mein Leid unerträglich macht - in dem Bewußtsein, daß dem Leid unmittelbar zur Freude gehört - weil das Böse vom Guten überwunden ist.

 
4.10.10 15:05
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Naqual (4.10.10 15:49)
Gut und Böse. Das ist eine Frage, was man darunter jeweils versteht. Das, was Du ausgeführt hast, ist im allgemeinen christlichen Denken unbekannt. Für die Juden, z.B. nicht. "Böse" ist da nicht wirklich existent. Das ist eine ganz andere Denkart, einfach ungewohnt. Wir neigen z.B. dazu, wenn uns etwas nicht passt oder weh tut (seelisch oder körperlich) dies als "böse" zu bezeichnen. Nun wissen wir aber, dass gerade Unangenehmes uns zum Guten dienen kann. Wir haben dies z.B. bei dem Wort "Strafe Gottes". Ist dies jetzt Vergeltung oder "erzieherische Maßnahme" zu unserem Guten? Ich denke zweiteres.
Eine andere Ebene von Gut und Böse ist die wechselseitige Abhängigkeit. Wie sollte man Gutes tun, wenn es nichts Ungutes gäbe? Wir könnten zudem um das Gute gar nicht wissen, wenn es nicht das Gegenteil gäbe, eben Böse.
Aber egal wie man es "philosophisch" sieht. Es empfiehlt sich, unabwendbares Böses in einer Situation auch mal positiv zu sehen. Wenn ich weiß, wie es mir nützen kann, oder wie ich es mir nützlich mache, ist es leichter zu erdulden. Also nicht das Unangenehme im Auge haben, sondern die Herausforderung an einen Selbst.


dagobertr / Website (20.10.10 23:09)
ein toller Beitrag und echt erhellend.
C.ten boom sagte ungefähr: "nicht das schöne Wetter mach Gott gut. Auch die Vergasung meiner Schwester ist von Gott!"

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